Tolles Nachbarschaftsfest im Speckerfeld
40 Nationen sind unter den Dächern des Wohnquartiers Speckerfeld am Ortsrand von Nettetal-Breyell vereint. Um das Miteinander der Menschen zu fördern, von denen viele dort mit einem Migrations- oder Fluchthintergrund leben, engagieren sich kirchliche und kommunale Träger mit regelmäßigen Angeboten. Zu den großen Favoriten zählt das jährliche Nachbarschaftsfest, das jetzt wieder unter Federführung von Nora Campen, Leiterin des Bürgerbüros Breyell vom Caritasverband für die Region Kempen-Viersen, zusammen mit zwei benachbarten Einrichtungen und einem großen Team ehrenamtlich aktiver Anwohnerinnen und Anwohner veranstaltet wurde.
Rollerfahrerin und Hütchenspieler: Nora Campen vom Bürgerbüro Breyell (r.) und Caritas-Vorstand Christian Schrödter hatten Spaß beim Nachbarschaftsfest im Speckerfeld.Caritas Viersen
Auf der großen Rasenfläche inmitten der Wohnblocks zwischen Berliner Straße und Lötscher Weg hatten viele fleißige Hände Sonnenschutzzelte, Verpflegungsstationen und Bankgarnituren aufgebaut sowie verschiedene Spiel- und Kreativzonen für die Kinder eingerichtet. Das Jugendcafé Oase des Katholischen Kirchengemeindeverbands (KGV) war mit seinem beliebten Spielmobil vor Ort, das Roller, einen Mini-Tischkicker und vieles mehr zum Austoben bereithält. Am Stand des kommunal geförderten Projekts KIMMBO, das Familien beim Kita-Einstieg unterstützt, konnten die Kinder Schmetterlinge basteln und sich kunstvolle Flechtfrisuren auf die Köpfe zaubern lassen. Die Gerüche nach frischem Popcorn und Waffeln, durchmischt mit sommerlichen Klängen aus der Musikanlage, lockten die Bewohnerinnen und Bewohner rasch aus ihren Räumen an die frische Luft. Rund 200 kamen im Verlauf des Nachmittags zusammen, schätzt Nora Campen und ist glücklich über den neuerlichen Erfolg. Besonders freut sie sich, dass sich zunehmend mehr Nachbarinnen und Nachbarn ehrenamtlich für das Miteinander im Wohnquartier Speckerfeld engagieren.
Christian Schrödter, Vorstand des Caritasverbands für die Region Kempen-Viersen, hebt das Miteinander von Groß und Klein beim Nachbarschaftsfest hervor: "Wir haben in diesem Jahr die Kampagne ‚Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.‘ Das passt natürlich auch sehr gut zu solchen nachbarschaftlichen Aktivitäten. Unser Anliegen vom Bürgerbüro ist, die Nachbarschaft enger zu vernetzen. So niedrigschwellige Angebote wie heute sind einfach super Voraussetzungen, um die Menschen über die Generationen hinweg miteinander in Kontakt zu bringen - auch in der Hoffnung, dass dadurch weitere Hilfen füreinander entstehen und man als Nachbarschaftsfamilie enger zusammenwächst."
Das Nachbarschaftsfest wurde durch die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Kreis Viersen AG (GWG) - sie ist Eigentümerin der Wohnungen im Speckerfeld - und den Diözesanen Migrationsfonds im Bistum Aachen gesponsert. Als Dank an die ehrenamtlich engagierten Nachbarinnen und Nachbarn sind diese schon jetzt zu einem Ausflug zum "WDR 2 Weihnachtswunder" eingeladen, an das die Spenden, die an diesem Tag zusammengekommen sind, dann gemeinsam übergeben werden sollen.