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Diözesanes Ethikkomitee

Ethisch richtig handeln: Gremium gibt Hilfestellung

Hand an Instrumenten in der Intensivstation

Aufgrund vermehrter Anfragen aus ethsichen Dilemmasituationen hat der Diözesancaritasrat 2012 beschlossen, beim Caritasverband für das Bistum Aachen ein Diözesanes Ethikkomitee (DEK) zu gründen. Ziel ist, für den Verband eine verlässliche "Adresse" zu sichern, um Fragen und Problemstellungen aus der Praxis zu reflektieren und Orientierung zu geben.

Das DEK des Caritasverbandes für das Bistum Aachen ist ein Beratungsgremium der verbandlichen Caritas. Es befasst sich mit relevanten Entscheidungsgsfragen. Dabei sind es meist Themen, die sich aus der alltäglichen Begleitung, Betreuung und Versorgung z.B. kranker, pflegebedürftiger und sterbender Menschen oder von Menschen mit Behinderung ergeben. "Die Caritas arbeitet oft an den Grenzbereichen des Lebens und stellt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schwierige Entscheidungssituationen", sagt Prof. Andreas Wittrahm, Leiter des Bereichs Facharbeit und Sozialpolitik beim Diözesancaritasverband Aachen. Die vorhandenen moralischen Vorstellungen und Haltungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas sind die wertvollste Grundlage für ein menschliches Tun. Ethik ist die Aufgabe, dieses vorhandene Vermögen zu reflektieren und objektive Kriterien zu erarbeiten, um auch in schwierigen Situationen bestehen zu können.

Der Caritasverband für das Bistum Aachen e.V. kommt mit dem Komitee seiner Verantwortung als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege und seinem kirchlichen Auftrag nach, die inhaltliche Auseinandersetzung mit ethischen Fragen zu fördern und Orientierung zu geben. Darüber hinaus sieht der Verband sich in der Pflicht, Stellungnahmen und Empfehlungen zu kontrovers diskutierten Themen auszusprechen. Es wird zunehmend erforderlich, den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen in Klärungsprozessen bei ethischen Fragen Unterstützung anzubieten. Eine wesentliche Aufgabe wird es zudem sein, einen inhaltlichen Prozess zur ethischen Bewusstseinsbildung anzustoßen und das vorhandene Ethos der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fachlich zu ergänzen. Über die unterschiedlichsten Einrichtungen und Dienste hinweg müssen Standards im Umgang mit ethischen Problemfällen entwickelt und eingeübt werden. "Mit Hilfe geregelter Verfahren und bewährter Instrumente, wie etwa den ethischen Fallbesprechungen, kann das Bewusstsein für verantwortetes Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich gestärkt werden", so Dr. Barbara Sauerzapfe, Mitglied des Ethikkomitees, aus ihren Erfahrungen in der Intensivmedizin.

Das Komitee kommt in drei bis vier Sitzungen pro Jahr zusammen und erarbeitet ethische Leitlinien und Bildungsangebote. Das DEK steht für ethische Anfragen aus den Arbeitsbereichen der verbandlichen Caritas zur Verfügung und gibt Empfehlungen an die angeschlossenen Einrichtungen und Dienste weiter.

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