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Stand: 10.05.2017

Pressemitteilung

Zum Dank einen Rap: Das Walheimer Projekt „Freiheit“ erhält den Teresa-Bock-Preis 2017

Gruppenmfoto Teresa-Bock-Preis 2017 auf der BühneDer Vorsitzende des Stiftungsrates, Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (4.v.l.), umgeben von Mitgliedern des Projektes „Freiheit“, liest die Begründung der Jury zur Vergabe des Teresa-Bock-Preises 2017 an das Walheimer Projekt vor.DiCV Aachen

Der Name des Gewinners war bis zum Schluss geheim gehalten worden. Umso überraschter waren die glücklichen Gewinner, als der Vorsitzende des Stiftungsrates, Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, am Mittwochabend (15. November 2017) bei der Preisverleihung in der Erholungs-Gesellschaft Aachen vor mehr als 200 geladenen Gästen den Namen des Gewinners bekannt gab. Damit hatte das Walheimer Projekt "Freiheit" nicht gerechnet. Die Projektvertreter erhielten neben der gläsernen Stele auch das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für die Weiterentwicklung der Arbeit im Offenen Kinder- und Jugendtreff Space in Aachen-Walheim und im Projekt "Freiheit". Die Preisträger bedankten sich für die Auszeichnung mit einem Rap zu ihrem Thema: Freiheit.

Dass die Preisträger rappten, kam nicht von ungefähr: Das Projekt "Freiheit" ist eines von mehreren Initiativen der Einrichtung. "Freiheit" ist ein Zusammenschluss junger Leute unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen, die ihre Botschaft über die Produktion von Hip-Hop-Musik, Songtexten und anderen Medien transportieren. Die Musik dient ausdrücklich dazu, mit anderen Menschen über bedeutsame Themen und über den jeweiligen persönlichen Freiheitsbegriff ins Gespräch zu kommen. Dabei will sich das Projekt "Freiheit" nicht nur als Gegenpol zu Krieg verstanden wissen. Es geht um Inklusion und Miteinander in der Gesellschaft - im Kleinen wie im Großen. Mit den Erlösen aus dem Verkauf des eigenen Albums unterstützt "Freiheit" andere soziale Projekte, die in der Arbeit mit Geflüchteten aktiv sind.

Unter dem Motto "Zusammen sind wir Heimat" hatten sich insgesamt 60 Projekte um den Teresa-Bock-Preis beworben. In diesem Jahr war der Preis für Projekte aus dem Bistum ausgelobt worden, die sich in besonderer Weise für das Miteinander, für Teilhabe und Vielfalt in einer offenen Gesellschaft einsetzen. "Die sechzig  Bewerbungen und das dahinter-stehende Engagement machen deutlich, wie durch Menschlichkeit, Verbundenheit und Mitwirkung Heimat entstehen kann. Mit ihrem persönlichen Einsatz für benachteiligte Menschen tragen die Aktiven auf beindruckende Weise zu einer gerechteren und friedvollen Gesellschaft bei", sagte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders. Die Auswahl des Siegers war der mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien besetzten Jury auch diesmal nicht leicht gefallen. Das betonte auch Weihbischof Bündgens, als er die Begründung der Jury verlas und den Preis - eine gläserne Stele mit dem Schriftzug Teresa-Bock-Preis - an die Vertreter des Siegerprojektes überreichte: Mit "Freiheit" würdige der Teresa-Bock-Preis ein junges, kreatives, ehrenamtliches Projekt in einer ländlichen Region, sagte Bündgens. Neben der gemeinsamen Erarbeitung von Texten, die sich mit den Themen Flucht, Krieg, Heimat und dem Wunsch nach Freundschaft auseinandersetzen und der musikalischen Umsetzung, sei das Erleben von Gemeinschaft und gegenseitiger Wertschätzung  unter den Jugendlichen und mit den Ehrenamtlichen von besonderer Bedeutung. Die Jury würdigte auch, so Bündgens weiter, dass es sich hierbei um ein Modell handele, das im Kleinen begonnen habe und in dieser Art überall funktionieren könne.

Für das Projekt "Freiheit" nahmen neben Edgar Ortmanns und Nadine Zillekens als Vertreter der Einrichtung auch eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Musikprojekt den Preis entgegen.

Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders hatte die Gäste der Preisverleihung in der Aachener Erholungs-Gesellschaft zusammen mit Weihbischof Dr. Bündgens, Vorsitzender des Stiftungsrates, begrüßt. Eingeladen waren Vertreter aller sechzig Projekte. Vor allem die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich darüber, zu dem Fest eingeladen zu sein und die Arbeit der anderen Projekte kennenzulernen. Die Projekte kamen aus allen Regionen des Bistums, von der Eifel bis hinter Krefeld. Den Schwerpunkt bildeten Projekte und Initiativen, die sich um die Integration und das friedliche Miteinander in der Gesellschaft  bemühen. Die Stiftung hatte einen Film produziert, in dem alle Projekte vorgestellt wurden. Die Feier zur Übergabe des Teresa-Bock-Preises moderierte der Sprecher der Stadt Aachen, Bernd Büttgens. Für die musikalische Unterhaltung sorgten Heribert Leuchter und Sasan Azodi.

Der Teresa-Bock-Preis wurde zum dritten Mal verliehen. Mit dem Preis möchte die Stiftung die Aktiven würdigen, die sich auf herausragende Weise sozialen Themen und benachteiligten Menschen - Menschen in Not - widmen. Der alle zwei Jahre von der Caritas Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen ausgelobte Preis ist nach der Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Teresa Bock aus Viersen benannt. Mit ihrem Engagement war sie sowohl prägend für die Wohlfahrtspflege in Deutschland als auch für die Caritas im Bistum Aachen. Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Marianne Genenger-Stricker von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Aachen, die ehemaligen Landtagsabgeordneten Martina Maaßen, Bündnis 90 / Die Grünen aus Viersen und Norbert Post, CDU-Politiker aus Mönchengladbach, der Aachener Journalist Peter Pappert und der Direktor der Pax-Bank Aachen, Michael Beekes.

Stifterin des Preises ist die Caritas-Gemeinschaftsstiftung für das Bistum Aachen, die der Caritasverband vor elf Jahren gegründet hat. Seitdem fördert die Stiftung soziale Projekte in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und ermöglicht so vielfältige Hilfen für Menschen in Notlagen. Zentrales Anliegen ist, das Engagement derjenigen Aktiven in den Einrichtungen, Diensten und Verbänden der Caritas im Bistum Aachen zu unterstützen, die bedürftigen Menschen Zuversicht geben und Hilfe zukommen lassen. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung mit mehr als 520.000 Euro soziale Projekte zur Stärkung von Kindern, Jugendlichen, Familien, alten und kranken Menschen, zur Bekämpfung von Armut, zur Integration von Randgruppen etc. gefördert. Die mit dem Stiftungspreis verbundenen Preisgelder ergänzen die Förderarbeit gezielt und mit dem Fokus, bürgerschaftliches Engagement zu würdigen, zu ehrenamtlicher Mitarbeit und privatem Engagement zugunsten der caritativen sozialen Arbeit im Bistum Aachen zu motivieren.

Informationen unter  www.caritasstiftung-aachen.de

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