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Stand: 10.05.2017

Pressemitteilung

Jugendliche ohne Hauptschulabschluss: Quote in Städten des Bistums Aachen höher als auf dem Land

Während die Quote der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss NRW-weit von sechs auf 5,8 Prozent gesunken ist, stieg sie in den Großstädten Krefeld und Mönchengladbach sowie in der Städteregioin Aachen (inklusive Stadt Aachen) an: in Mönchengladbach von 7,5 Prozent im Jahr 2014 auf zehn Prozent, in Krefeld von acht auf 8,5 Prozent und in der Städteregion von 5,2 auf 5,5 Prozent. In Mönchengladbach und Krefeld lag sie damit über dem Landesdurchschnitt , in der Städteregion lag sie darunter.

In den Kreisen Viersen und Heinsberg sank die Schulabbrecher-Quote weiter: im Kreis Viersen von 4,8 auf 3,7 Prozent, im Kreis Heinsberg von 6,2 auf 5,7 Prozent. Im Kreis Düren stieg die Quote von 4,4 Prozent in 2014 auf 5,7 Prozent. In allen Kreisen und kreisfreien Städten im Bistum Aachen sank im Beobachtungszeitraum die Arbeitslosenquote.

"Aus der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der verbandlichen Caritas im Bistum Aachen wissen wir, dass es sich auszahlt, in der Schule benachteiligte Kinder zu unterstützen", sagt Diözesancaritasdirektor Burkard Schröders. Das gelte bereits für die Grundschule. Daher sei es unter anderem auch wichtig, Angebote wie Offene Ganztagsschulen auskömmlich zu finanzieren und für diese einheitliche Standards festzulegen. "Die Freie Wohlfahrtspflege in NRW, zu der auch die Caritas gehört, macht sich derzeit in einer Kampagne für eine gute finanzielle Ausstattung der Offenen Ganztagsschulen stark. Davon profitieren unsere Kinder", so Schröders. Ein Schulabschluss zu haben sei wichtig, denn es zeige sich, dass Jugendliche ohne Schulabschluss viel seltener einen  Ausbildungsplatz  bekämen. "Die Folge ist: Sie haben von vornherein schlechtere berufliche Aussichten. Und ihnen droht eher die Abhängigkeit von staatlichen Leistungen", sagt Schröders. Nach Angaben von Caritas-Experten in Städten und Kreisen mit niedriger Schulabbrecher-Quote zeigt sich, dass der richtige Mix von Schulsozialarbeit, rechtzeitiger Förderung, Berufsberatung, Berufsorientierung und Elternarbeit wesentlich dazu beiträgt, dass Schüler den Hauptschulabschluss schaffen.

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