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Aus dem Verband

"Es ist für mich selber eine große Bereicherung."

Mit kleinen Kindern geraten die Nächte häufig zu kurz und wenn sie dann auch tagsüber ständig Aufmerksamkeit einfordern, wünschen sich viele Alleinerziehende und junge Eltern Entlastung. Doch bleibt dieser Wunsch meistens unerfüllt, wenn nicht gerade die Großeltern oder gute Freunde in der Nähe wohnen.

In solchen Fällen hilft der "Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach" (SkF) mit seinen Familienpaten Familien mit Kindern bis 6 Jahren.

Mit neuem Schwung und Freude spielen, basteln und toben die ehrenamtlichen Patinnen mit den Kindern, gehen auf den Spielplatz oder bringen den Kindern auf einfache Weise die deutsche Sprache bei. Auch die Mütter schütten schon mal ihr Herz aus und freuen sich, dass ihr Kind eine weitere wichtige Bezugsperson findet. "Der Junge war drei Jahre alt und konnte nicht sprechen als ich in die Familie kam. Wir waren sofort ein Herz und eine Seele. Inzwischen spricht er so Einiges und wir lernen auch Zahlen und Farben zusammen", erzählt Anneliese Göbhardt während einer der regelmäßigen Treffen der SkF-Familienpaten am Kirchplatz.

Zusammen mit den SkF-Koordinatorinnen Antje Rometsch und Sonja Schofenberg tauschen sie sich dabei aus und erzählen von den Erlebnissen, denen sie im Rahmen ihres ehrenamtlichen Engagements begegnen. "Wir betreuen unsere Ehrenamtliche sehr eng und bereiten sie auch intensiv auf ihre Aufgaben vor", erklärt Antje Rometsch. "Daher sind auch diese Treffen mit Erfahrungsaustausch sehr hilfreich." Und weil es wichtig sei, dass die Familienpatinnen sich als Gruppe erleben und stärken, darf auch zusammen gefeiert werden. Soeben traf sich die Gruppe zu einen Grill-Abend, und für September steht ein gemeinsames Kochen im Kalender. "Es ist eben nicht nur ein Geben, sondern auch ein Zurückbekommen", erläutert Projektkoordinatorin Sonja Schofenberg, woraus Familienpatinnen ihre Motivation ziehen. Familienpatin Ute Liewerscheidt, die eine syrisch-kurdisch-niederländische Familie begleitet, nickt bei diesen Worten: "Die Zeit in der Familie ist für mich selber eine große Bereicherung. Es würde mir wirklich etwas fehlen, wenn ich nicht jede Woche dahingehen würde."

Die Freiwilligen investieren rund 3 Stunden pro Woche Zeit für die Familie. Den Kontakt zu den Familien erhalten sie über die SkF-Koordinatoren. Sie begleiten und unterstützen die Familienpaten, schulen sie und stehen als Ansprechpartnerinnen auch für die Familien zur Verfügung. Antje Rometsch und Sonja Schofenberg laden zu Austauschtreffen und Fortbildungsabenden ein: "Gutes Spielzeug und spannende Bücher" sowie "Gelassenheit im Umgang mit anderen Lebenswelten stehen beispielsweise auf dem Plan.

Doch die erfolgreiche Arbeit benötigt ständig genügend Freiwillige. "Gerade, weil die Familien­­patenschaften für die Familien so viel Positives bewirken, haben wir eine wachsende Nachfrage. Wir suchen daher neue Interessierte, die Freude am Umgang mit Kindern haben. Wir laden alle ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen und in einem Gespräch herauszufinden, ob die Familienpatenschaft auch für sie ein erfüllendes Ehrenamt ist.", erläutert Frau Rometsch. Frau Schofenberg ergänzt: "Wir haben ein richtig gutes Gefühl dafür bekommen, welche Familie zu welchem Paten passt! Und wir achten besonders darauf, dass die Paten nicht überfordert werden."

Auskunft zu den Familienpatenschaften:

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Mönchengladbach
Frau Antje Rometsch / Frau Sonja Schofenberg
Kirchplatz 5
41061 Mönchengladbach
Tel.: 02161 / 2476011, Fax: 0163 / 4338115, Mail: familienpaten@skf-mg.de
www.skf-mg.de

 

Quelle: Sozialdienst katholischer Frauen, Mönchengladbach