Antidiskriminierungsarbeit

D

ie Ursachen der Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund sind vielfältig. Spezifische rechtliche Regelungen, denen Migrantinnen und Migranten sowie in besonderem Maße Flüchtlinge unterworfen sind, können zu Diskriminierung führen, wie sie andere Mitglieder der Gesellschaft nicht erleben. Das Machtgefälle zwischen der ethnischen Mehrheit in einem Land und den ethnischen Minderheiten trägt ebenfalls zu diskriminierenden Strukturen bei. Weitere mögliche Ursachen sind sprachliche Verständigungsprobleme und die fehlende Fähigkeit oder Bereitschaft, sich mit dem kulturellen Hintergrund von Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund zu befassen. Existenzielle Ängste, wie die Angst vor "Überfremdung" oder dem Verlust der eigenen Kultur und Religion, von Werten und Normen, manifestieren sich in Vorurteilen und mangelndem Verständnis für die Lage der jeweils anderen.

Antidiskriminierungsarbeit macht unmittelbare und mittelbare Diskriminierung in ihren strukturellen, institutionellen und individuellen Ausformungen bewusst und setzt sich dafür ein, allen Formen der Diskriminierung entgegenzuwirken. Antidiskriminierungsarbeit fordert und fördert die gleichberechtigte Teilhabe aller Mitglieder unserer Gesellschaft an bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Rechten und Pflichten.